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01.04.2021, 00:12 Uhr

Drainage und Asphalt auf Herfeldtour

1. April - Mit ihrer Forderung nach Drainage und Asphaltierung der Brandschneise zwischen Sandbacher Heide und Auf der Maar konnte sich eine Kölner Initiative durchsetzen. "Natur hat auf den Wegen nichts zu suchen!" so ihr Vorsitzender.

Nasser
Nasser "November"
© Ina Philippsen-Schmidt

Puhhh ...  Das war zum Glück nur ein Aprilscherz!
In diesem Teil der Herfeldtour entwickeln sich Bruch- und Moorwälder in staunassen Bereichen, in denen der Grundwasserspiegel konstant nahe der Oberfläche liegt. Dort können Schwarzerlen, Faulbäume und Moorbirken feuchten Fuß fassen. Das Sumpftorfmoos ist hier im sich selbst renaturierenden Bereich zu Hause.
Bruchwälder genießen als Lebensraum EU-weit höchsten Schutzstatus und dürfen nicht beeinträchtigt werden.
Iris-Erlenbruch Sandbacher Heide
Iris-Erlenbruch Sandbacher Heide
© Holger Sticht

Das Wegstück "November" ist ein von den Preußen angelegter Pistendamm, der den Sandbach staut und die Rückeroberung des Terrains durch einen nährstoffreichen Erlenbruch ermöglicht, in dem gelbe Schwertlilien, Seggen und Binsen zu finden sind.
Und da läufts halt manchmal über, aber mit hohen Wanderschuhen oder Gummistiefeln ist das problemlos zu bewältigen.
Totholz am Wegesrand der Sandbacher Heide
Totholz am Wegesrand der Sandbacher Heide
© Ina Philippsen-Schmidt

Im Naturschutzgebiet Wahner Heide haben die Besucher*innen die Möglichkeit, sich an solch seltenen Lebensräumen - natürlich nur von den rot bepollerten Wegen aus - erfreuen zu können. Da wird es auch mal holprig, nass oder sandig.
Fallen Bäume quer über den Weg, wird eine wegbreite Lücke weggesägt, und das Totholz bleibt in der Natur zur Freude von Käfern (alleine 2.500 Arten in der Wahner Heide!), Baumpilzen und anderen Lebewesen, die unser Naturschutzgebiet Wahner Heide zum artenreichsten von NRW machen.