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09.05.2020, 12:16 Uhr

Erneuter Einflug der großen Moosjungfer (Leucorrhinia pectoralis)

Wir hatten in den letzten Wochen eine

Große Moosjungfer Seitenansicht Männchen
Große Moosjungfer Seitenansicht Männchen
© @Vera Kiefer
ca. 10 Tage andauernde Windströmung aus Nordost und mit dieser kamen diese schönen Libellen. 

Ihr Lebensraum erstreckt sich von Norditalien bis Südskandinavien, von der Altantikküste bis zum Altaigebirge. Ursprünglich ist sie ein Bewohner von Hochmooren, Waldweihern und Kleinseen mit moorartigen Verlandungszonen. Der Großteil dieser Lebensräume ist in unserer  industrialisierten Landschaft durch Torfabbau, Entwässerung und Flussbegradigungen verloren gegangen, es ist ihr jedoch gelungen, Ersatzlebensräume zu finden in aufgelassenen Fischteichen, Torfstichen und in wiedervernässten Restmooren. 

Große Moosjungfer männlich
Große Moosjungfer männlich
© @Vera Kiefer

Wichtig ist, dass diese auch im Sommer nicht trockenfallen und dass in ihnen möglichst keine Fische sein sollten. Auch wenn solche Lebensräume in unserer Umgebung leider z. Zt.nicht mehr vorhanden sind, (vielleicht ändert das ja der Umbau und die Renaturierung des Rothenbachmoores), profitieren wir doch hin und wieder von der Wanderfreudigkeit der Libellen und können sie, wenn die Winde sie unterstützen, hier antreffen.

Die große Moosjungfer ist die größte, massigste der 4 Moosjungferarten, die in Deutschland vorkommen. Wobei groß relativ ist, auch sie ist nur knapp 4cm lang. Sie hat, wie alle Moosjungfern, eine weiße Nase und einen schwarzen Körper. 
Große Moosjungfer weiblich
Große Moosjungfer weiblich
© @Vera Kiefer
  Die Männchen tragen rote Flecken auf dem Hinterleib und nur der letzte Fleck ist leuchtend gelb. Bei den Weibchen sind alle Flecken gelb. 

Beobachten kann man sie von Mitte Mai bis Ende Juni. 

Die Große Moosjungfer ist in NRW vom Aussterben bedroht und als Art der FFH-Richtlinien-Anhänge II und IV streng geschützt.

Große Moosjungfer  Paarungsrad
Große Moosjungfer Paarungsrad
© @Vera Kiefer