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04.09.2021, 22:04 Uhr

Wiesengrashüpfer in Dellbrücker Heide entdeckt

Gefährdete Heuschreckenart erstmalig nachgewiesen...

Wiesengrashüpfer oben, Gemeiner Grashüpfer darunter
Wiesengrashüpfer oben, Gemeiner Grashüpfer darunter
© H. Sticht
Der Wiesengrashüpfer (Chorthippus dorsatus) ist erstmals in der Dellbrücker Heide festgestellt worden. Diese Art wird auf der letzten Roten Liste Nordrhein-Westfalens als gefährdet eingestuft. Da sie ihre Eier an Grashalmen über dem Boden ablegt, kann sie keine Wiesen besiedeln, die zu häufig gemäht werden. Sie profitiert in der Dellbrücker Heide von der Mosaikmahd, d.h. hier werden immer nur Teilflächen gemäht, manche Flächen nicht in jedem Jahr.

Der Wiesengrashüpfer ähnelt anderen Grashüpferarten äußerlich sehr. Sein Gesang allerdings ist unverwechselbar: er ähnelt jenem des Gemeinen Grashüpfers (Chorthippus parallelus), wird aber durch einen Schwirrlaut abgeschlossen.

Der Wiesengrashüpfer ist die 21. Art, die in den vergangenen 6 Jahren in der Dellbrücker Heide festgestellt werden konnte. Diese Zahl dokumentiert die außerordentliche Bedeutung des Naturschutzgebiets für diese Insektenordnung.