Leider sind viele Bereiche der Heideterrasse durch Wohnbebauung und Gewerbegebiete verbraucht oder voneinander abgeschnitten worden. So ist die Heideterrasse heute, u.a. aufgrund der Entwicklung Leverkusens im 20 Jht. in einen nördlichen und einen südlichen Teil aufgeteilt. Doch die Restgebiete gehören zum Wertvollsten, was Nordrhein-Westfalen zu bieten hat.
Zur nebenstehenden Skizze:
Im Norden sind dies vor allem die Naturschutzgebiete Ohligser Heide, Hildener Heide und Further Moor (6, 7, 8). Südlich der Dhünn, auf der südlichen Bergischen Heideterrasse folgen der Dünnwald (5) mit mehreren kleinen Naturschutzgebieten, die Dellbrücker Heide, das FFH-Gebiet Thielenbruch (4), die heute überwiegend als „NSG Gierather Wald“ betitelte Schluchter Heide und die Iddelsfelder Hardt. Letztere wird durch die A 4 vom FFH- und Vogelschutzgebiet Königsforst (3) abgetrennt. An dieses grenzt südlich das artenreichste und zweitälteste Naturschutzgebiet Nordrhein-Westfalens, die Wahner Heide (2) an, die wiederum vom FFH-Gebiet Aggeraue vom Lohmarer Wald (1) mit seinen fünf kleinen Naturschutzgebieten abgeteilt wird.
Verinselte Naturschutzgebiete können auf Dauer keine Gewähr dafür bieten, dass die biologische Artenvielfalt bewahrt werden kann. Um ausreichend große Populationen bilden zu können brauchen Tier- und Pflanzenarten Platz und Möglichkeiten des genetischen Austausches. Daher ist der wesentliche Schlüssel zum Schutz der Biodiversität die Wiedervernetzung von Lebensräumen und ihren Bewohnern. Daher ist es unser Ziel, diesen international bedeutenden Naturraum als zusammenhängende Landschaft zu sichern, den Biotopverbund zu verbessern und die Wertschätzung gegenüber dieser einmaligen Landschaft zu fördern.