Südliche Heideterrasse
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Thielenbruch

Der Teilraum Thielenbruch besteht aus dem 72 ha großen Naturschutzgebiet "Thielenbruch und Thurner Wald" (heißt auf den zum Rheinisch-Bergischen Kreis zählenden Teilflächen nur "Thielenbruch"), das in kleinerer Abgrenzung von 62 ha als FFH-Gebiet "Thielenbruch" auch Teil des europäischen Schutzgebietsnetzes ist und Teile des Thurner Walds, des Handbachbruchs und der Katharinenkammer umfasst (Abgrenzung siehe grüne Linie der Übersichtskarte). Auch das südlich angrenzende Landschaftsschutzgebiet des Tiefenbruchs, des Namen gebenden Thielenbruchs (das auch Pate Stand bei der Dellbrücker Siedlung) und die Kemperbachwiese sowie weitere nordwestlich angrenzende Bereiche des Thurner Walds und das Rückhaltebecken Paffrath werden hierzu gezählt. Er liegt zwischen Köln-Dellbrück im Westen und den Bergisch Gladbacher Orten Hand und Schlodderdich im Osten. Im Süden grenzt die Schluchter Heide, im Norden der Dünnwalder Wald an.

© Bündnis Heideterrasse


Im Thielenbruch herrscht eine seltene Standortvielfalt mit spezialisierten und hochgradig gefährdeten Arten und Lebensräumen vor, die im Naturraum und weit darüber hinaus nicht mehr zu finden sind. Das liegt daran, dass sich hier trockene und saure mit nassen und kalkhaltigen Böden abwechseln. So ist das Thielenbruch das letzte Refugium im Naturraum Bergische Heideterrasse für den europaweit streng geschützten Lebensraum "Kalkreiche Niedermoore". Helm-Azurjungfer, Bauchige Windelschnecke, Breitblättriges Wollgras, Echte Sumpfwurz, Gewöhnliches Fettkraut, Armblütige Sumpfbinse, Floh-Segge und Kleiner Wasserschlauch haben hier einen ihrer landesweit letzten Rückzugsräume. Außerdem befinden sich hier die neben der Wahner Heide großflächigsten - wenngleich heute überwiegend mit Eichen-Birkenwald bewachsenen - Binnendünen der Heideterrasse. Der Tiefenbruch und der eigentliche Thielenbruch wiederum werden durch Bachauen (Strunde, Kemperbach und Waldbach) geprägt und beherbergen den in NRW stark gefährdeten Traubenkirschen-Erlen-Eschenwald.


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